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„Jugend in der Stadt, was braucht’s?“

Die Stadt muss sparen! Und zwar 16,5 Millionen Euro pro Jahr.
Da davon auch die Jugendeinrichtungen massiv betroffen sind, fand im Triebwerk am 10.12. ein offenes Gesprächsforum unter dem Titel „Jugend in der Stadt, was braucht’s?“ statt.

Was kam dabei raus?
Das sind die harten Fakten:

  • Jugendtreff UVZ ist weg (auch keine Gebäudenutzung gegen Miete)
  • Jugendinitiative „megafon“ ist weg
  • noch nicht absehbare Einsparungen beim Triebwerk sind geplant (weniger Veranstaltungen 2016 sind fix)
  • Stefan Kumnig und Christoph Gausch (megafon) arbeiten nicht mehr als Jugendbeauftragte der Stadt und verlieren somit die Rolle als direkte Ansprechpersonen für Jugendliche und Jugendthemen

Das sind, bzw. waren alles durchgehende, großteils kostenlose Angebote für Jugendliche in Wiener Neustadt.

Mit dem Hinweis „Es muss nicht alles Geld kosten“, hat Kulturstadtrat Franz Piribauer als Ersatzprogramm dazu folgende Ideen für das nächste Jahr bekanntgegeben:

  • ein Straßenkunstfestival (auch mit regionalen jungen Künstler_innen)
  • Projekt „WerkstART“ (seit Oktober 2015) mit kostenpflichtigen Workshops in unterschiedlichen kreativen Bereichen
  • Ein Erzähl- und ein Literaturfestival
  • musikalische Bespielung der Wr. Neustädter Innenhöfe

Zum Thema WerkstART meint Julia Boschmann, Jugendkulturexpertin und Sozialarbeiterin:
„Die Kosten hierfür liegen zwar nicht mehr bei der Stadt, doch bei wem dann?“
Im Publikum wird die Frage laut, ob es sich tatsächlich um einfach zugängliche Angebote für Jugendliche handelt, und ob einzelne Veranstaltungen ein ganzjähriges Programm ersetzen können.
Auch dass diese, für 2016 geplanten Veranstaltungen der Stadt günstig kommen, trifft eher auf Unglauben.

Der Wunsch nach greifbaren Interessensvertreter_innen der Jugend wurde beim Forum mehrmals betont, sowie die  Idee, ein Jugendparlament einzuführen.

Wird etwa hier am falschen Ende gespart?

Jugendkulturforscher Manfred Zentner:
“Wenn ich meinen Jugendlichen nicht etwas biete, dann werden sie über kurz oder lang die Stadt verlassen und weg sein und das sind auf Zukunft gesehen, fehlende Einnahmen in der Erwachsenenwelt.“

Es sei alles eine Frage der Bereitschaft, in die Jugend und somit in die Zukunft zu investieren, oder eben nicht.

 

 

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