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„Kulturbo Triebwerk“: Erfolgskonzept „Tiny Triebwerk Sessions“

3 Welturaufführungen, 21 lokale Acts, 31 Sessions insgesamt und über 1300 Videopremieren-Zuschauer_innen. Das ist das imposante Ergebnis des alternativen Alternativ-Programms des Jugend- und Kulturhaus Triebwerk während des Corona-Shutdowns von März bis Juni 2020. Der Verein präsentiert jetzt einen Sonderbericht zu den „Tiny Triebwerk Sessions“.

„Mitte März haben auch wir alle Veranstaltungen in unserem Kulturhaus abgesagt. Aber damit haben wir uns nicht zufriedengegeben,“ erinnert sich Triebwerk-Leiter Conrad Heßler an den Beginn der drastischen Corona-Maßnahmen.

Und nur eine Woche später ging schon die erste „Tiny Triebwerk Session“ online. „Wir haben Künstlerinnen und Künstler gefragt, ob sie daheim ein Video aufnehmen, das wir dann auf unseren Online-Kanälen veröffentlichen,“ erklärt Harald Steiner, Organisator Tiny Triebwerk Sessions. Von da an ging jeden Dienstag und jeden Freitag je ein neues, kleines Konzert auf YouTube und Facebook online. Bis zu 130 Leute haben sich diese Onlinepremieren gleichzeitig angesehen.

Geballte, lokale Musik-Power

Neben befreundeten, überregionalen Acts wie der Rapperin „Kerosin 95“ und der deutschen Band „Sunliner“ waren es hauptsächlich lokale Künstler_innen, die die Online-Bühne des Triebwerks nutzten. Darunter „Up Close“, „Filiah“, „Homemade“, „MC Nosi“, „MyNoir“ oder „Jeanny“. Auch zwei exklusive Kabarett-Sessions mit Evelin Pichler und David Weisz gab es zu bewundern. Besonders gefreut hat man sich über die Weltpremieren neuer Neustädter Acts wie „Binsenweisheit“, „Hawidere“ und „Without Jim Wonder“.

Im aktuellen Sonderbericht zu den „Tiny Triebwerk Sessions“, zieht das Triebwerk-Team jetzt Resümee. Conrad Heßler: „Die Künstler_innen haben sich sehr über unser Anfragen gefreut. Das hat uns wieder bestätigt, wie wichtig die Aufmerksamkeit und Wertschätzung gegenüber künstlerischem Schaffen und ihren Schöpfer_innen sind. Besonders begeistert hat uns auch die überraschend hohe Qualität der Video- und Tonaufnahmen und die Menge an guten, lokalen Acts.

Online-Sessions als Format für die Zukunft?

Vorteile der zeitlichen und örtlichen Unabhängigkeit sind verlockend. Auch für die Künstler bietet sich der Vorteil, dass sie mehr Publikum erreichen, als über die eigenen Online-Kanäle, da sich – wie bei „normalen“ Konzerten – ein Veranstalter um Promotion, Pressearbeit und Publikum kümmert. Außerdem ist es möglich, seinen Auftritt besser zu steuern und zu kontrollieren, da man ja die Aufzeichnung wiederholen, bearbeiten, etc. kann – daraus ergeben sich viele mögliche Spielarten der Präsentation.

Echtes Konzert nicht ersetzbar

Allerdings ist es kaum möglich für solche Sessions Eintritt zu verlangen. Zudem hat sich gezeigt, dass das Interesse an Online-Konzerten im dritten Monat deutlich nachgelassen hat erzählt Harald Steiner: „Wir wissen auch, dass die Aufmerksamkeit der Zuseher_innen alleine vor dem Bildschirm nach rund zehn Minuten rasch nachlässt. Das „Konzert-Feeling“ vor einer echten Bühne ist jedenfalls so nicht zu ersetzen.“

Links: (Tiny Triebwerk Sessions zum Nachschauen)
www.youtube.com/kanal65b
www.facebook.com/triebwerk2700

 

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