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Wie geht es eigentlich dem Triebwerk? Es bleibt! Vorerst.

Der Verein Jugend und Kultur ist stolz und wertet es als großen Erfolg, dass das Triebwerk noch immer Programm macht. Die Zukunft bleibt aber ungewiss. Nach der Halbierung der Förderung der Stadt ab dem Jahr 2016 sah es düster aus. Man sah sich schon genötigt, das Jugend- und Kulturhaus am alten Schlachthof zuzusperren, da einfach nicht mehr genügend Geld da war um den Betrieb aufrecht zu erhalten.

So hat es das Triebwerk vorerst geschafft – doch Sicherheit und Perspektive fehlen

Zwei Jahre später: trotz unsicherer Finanzierung und mangelnder Perspektive hat der Verein mit dem Triebwerk-Team beschlossen, unter großen Anstrengungen auch weiterhin seinen Kulturvermittlungs-Auftrag wahrzunehmen. Es wurde also auch 2017 Programm umgesetzt und auch 2018 wurden und werden zukunftsweisende Projekte verwirklicht. Wie das geht? Personelle Einsparungen auf der einen, neue Partner_innen auf der anderen Seite und zusätzliche finanzielle Mittel aus privater Hand und punktuellen Fördermitteln. Dies bündelt allerdings wieder personelle Ressourcen und ist für ein Budget nur schwer planbar.

Es ist auch der gemeinsamen Nutzung der Infrastruktur mit Schwester-Projekten aus dem Verein wie der Triebühne und ab Mai 2018 mit den Streetworkern vom Rumtrieb zu verdanken, dass das Triebwerk vorerst bleibt.

Triebwerk macht weiter – mit Einschränkungen: Weniger Platz, halbes Summer-Breeze 2018 und kein Angebot für 12 bis 15-jährige

Dieses Jahr wird sich noch einiges im Triebwerk ändern. Das Augenscheinlichste: das „Beisl“ im Triebwerk verschwindet. Es wird das Büro der mobilen Jugendarbeit. Denn der Verein Jugend & Kultur verlegt die Streetwork-Einrichtung „Rumtrieb“ an den alten Schlachthof. „Das ist einerseits wichtig, um unsere Ressourcen effizienter zu nutzen und Kosten zu sparen. Auf der anderen Seite erwarten wir uns neue Impulse durch die engere Zusammenarbeit des sozialen und des kulturellen Bereichs am alten Schlachthof“, so Geschäftsführerin Katrin Tamandl.

Eine weitere Änderung: Das beliebte Sommerfestival „Summer Breeze“ wird heuer nur ein, statt wie bisher zwei Monate, im Triebwerk-Garten stattfinden. Triebwerk Bereichsleiter Conrad Heßler: „Unsere Crowdfunding-Aktion für das Summer Breeze letztes Jahr war sehr erfolgreich, aber auch ebenso aufwendig und zeitintensiv. Dafür wird es heuer an den Donnerstagen im August den Eintritt gegen eine freie Spende geben – so können Besucher_innen selbst entscheiden ob oder mit wieviel sie das Sommerprogramm unterstützen.“ Bisher war der Eintritt beim Summer Breeze für alle frei.

Das Ziel: Fördersicherheit und Ausbau der Kulturvermittlung für Wiener Neustadts Kinder & Jugendliche

An einen Ausbau und die Weiterentwicklung der Kulturvermittlungs-Arbeit am alten Schlachthof ist aktuell leider nicht zu denken. „Wir haben tolle, teils auch schon erprobte Projekte, wie zum Beispiel den Underage-Club für alle zwischen 12 und 15 Jahren, und viele andere Kulturvermittlungskonzepte für Neustadts Jugendliche ausgearbeitet, die wir aber nicht umsetzen können.“, sagt Heßler und weiter: „Wir haben den Raum und das Know-How, aber leider nicht die nötigen personellen Ressourcen.“ Daher hofft man im Verein Jugend & Kultur: „dass das Potenzial des Triebwerks als wichtige Veranstaltungs- und Kulturvermittlungs-Location für Wiener Neustadt wieder mehr Anerkennung findet, die sich auch in den Förderungen niederschlägt“, so Geschäftsführerin Susanne Marton, denn: „eine Stadt wie Wiener Neustadt braucht so einen Platz, wo sich junge Menschen ausprobieren und ihre Kreativität gefördert wird. Das hat maßgeblich nachhaltigen Einfluss auf die Lebensqualität einer Gemeinde und das Image der Stadt.“

 

Steckten viel Kreativität, Engagement und Ausdauer in die Rettung des Triebwerks: Bereichsleiter Conrad Heßler mit den Geschäftsführerinnen Katrin Tamandl und Susanne Marton. Das Jugend- und Kulturhaus am alten Schlachthof Wiener Neustadt ist vorerst gerettet, die Zukunft bleibt aber ungewiss.

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